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Widerruf der Approbation eines Psychotherapeuten wegen sexuellen Missbrauchs - mündliche Verhandlung-

Datum: 22.09.2009

Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 22.09.2009

Am

Donnerstag, den 01. Oktober 2009, 09.30 Uhr verhandelt die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart im Gerichtsgebäude in Stuttgart, Augustenstraße 5, Sitzungssaal 2, über die Klage eines Psychotherapeuten gegen den Widerruf seiner Approbation wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses. Der als psychologischer Psychotherapeut praktizierende 62-Jährige Kläger wendet sich gegen den Widerruf seiner Approbation im Januar 2009 durch das Landesgesundheitsamt Bad.-Württ. (im Regierungspräsidium Stuttgart) wegen unwürdiger Berufsausübung. Der Kläger war rechtskräftig im Juli 2008 wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses in sieben Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Kläger hatte nach den strafgerichtlichen Feststellungen zwischen 2003 und letztmals im Januar 2008 an mindestens sieben Patientinnen im Alter von ca. 20 bis 41 Jahren sexuelle Missbrauchshandlungen vorgenommen, während er bei ihnen Entspannungs- oder Atemübungen bzw. Hypnosebehandlungen durchführte. Der Kläger trägt vor, das Strafurteil, an welches das Verwaltungsgericht nicht gebunden sei, beruhe letztlich auf einem Deal „Geständnis gegen Bewährungsstrafe“. Das Landesgesundheitsamt Bad.-Württ. hält dem entgegen, es sei nicht zu erkennen, dass der Kläger im Strafverfahren ein falsches Geständnis abgegeben habe. Das Verwaltungsgericht sei deshalb nicht gehalten, das gesamte Verfahren noch einmal aufzurollen. Auch habe der Kläger gegen das Strafurteil kein Rechtsmittel eingelegt. Die Verhandlung (4 K 597/09) ist öffentlich.

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