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Aufgetauter Räucherlachs muss als solcher gekennzeichnet werden

Datum: 21.07.2009

Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 21.07.2009

Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts hat aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 16.07.2009 die Klage des Betreibers einer Großmarktkette auf Feststellung, dass ein solcher Hinweis („aufgetaut“) entbehrlich sei (s. Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts vom 06.07.2009), abgewiesen (Az.: 4 K 4277/08).

Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich aus den Vorschriften der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, dass fertig verpackter Räucherlachs, der im Lauf des Produktionsprozesses nach dem Räuchern gefroren wurde, um rationeller geschnitten werden zu können, nach dem Auftauen als „aufgetaut“ gekennzeichnet werden muss. Dies sei erforderlich, um die gebotene Transparenz zu schaffen, weil die Unterlassung dieser Angabe geeignet wäre, beim Verbraucher einen Irrtum herbeizuführen.

Die Kammer hat die Berufung  wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssa-che zugelassen.

Die (vollständigen) Entscheidungsgründe werden den Beteiligten bis spätesten Mitte August 2009 schriftlich zugestellt.

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