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Darf zuvor gefrorener „Räucherlachs Premium Qualität“ als Frischware verkauft werden? - mündliche Verhandlung-

Datum: 06.07.2009

Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 06.07.2009

Am

Donnerstag, den 16. Juli 2009, 09.30 Uhr

verhandelt die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart im Gerichtsgebäude in Stuttgart, Augustenstraße 5, Sitzungssaal 2, über die Klage einer GmbH aus Hannover auf Feststellung,  dass zuvor gefrorener „Räucherlachs Premium Qualität“ als Frischware verkauft werden darf, ohne dass dies gegen lebensmittelkennzeichnungsrechtliche Vorschriften verstößt (Az.: 4 K 4277/08).

In einer Großmarkt-Filiale der Firma stellten Bedienstete eines Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz im März 2008 aufgetauten und fertig verpackten Räucherlachs ohne Auftauhinweis im Kühlregal fest. Probenuntersuchungen ergaben keine Beanstandungen der sensorischen und mikrobiologischen Eigenschaften.
Die Kammer wird als erstes Verwaltungsgericht über die Frage zu befinden haben, ob entgegen der Auffassung der Firma durch das Unterlassen des Hinweises „aufgetaut“ beim Verbraucher eine Irreführung bewirkt wird, was sich nach der Verkehrsauffassung und der (subjektiven) Erwartung des Verbrauchers beurteilt.

Die Verhandlung ist öffentlich.

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